Vorsicht, Gift! Hunde dürfen keine Schokolade fressen.

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Uns macht Schokolade bestenfalls dick – für Hunde ist sie giftig. Je dunkler die Schokolade, desto größer die Gefahr!!

Heute ist der zweite Advent und seit Wochen bin ich mindestens (!) ein Mal pro Tag bei einem Hund, der Schokolade gefressen hat. Entweder hatte sich das Tier in einem unbemerkten Moment darüber hergemacht oder man wollte ihm „auch mal was Gutes“ gönnen. Die Folge waren teils schwere Vergiftungen.

Nie, nie, niemals dürfen Hunde Schokolade fressen.

Die Vorweihnachtszeit ist Nasch- und Genusszeit. Und wir gönnen unseren geliebten Vierbeinern natürlich alles, was auch uns selbst Genuss bringt. Aber: Egal, was für unwiderstehliche Kulleraugen sie machen, ob sie alle Kunststückchen vorführen, die sie je gelernt haben oder wie manipulativ sie es auch versuchen: Bleiben Sie standhaft! Denn Schokolade enthält Theobromin. Das ist giftig für Hunde. Der Theobromin-Gehalt schwankt je nach Schokoladensorte. Allgemein gilt aber die Regel: Je dunkler die Schoki, desto mehr Theobromin und desto gefährlicher für den Vierbeiner.

Hunden fehlt der Instinkt dafür, dass Schokolade gefährlich für sie ist.

Motiviert naschen die Schleckermäuler alles vom Tisch runter, was sie erwischen können – nicht selten ganze Tafeln inklusive Verpackung. Wie gefährlich das ist, ist uns häufig nicht bewusst. Denn der menschliche Körper verarbeitet Theobromin problemlos. Katzen vertragen den Stoff auch nicht, machen sich aber meist nichts aus Schokolade (von Kitten und Ausnahmen abgesehen). Der Hundeorganismus braucht erheblich länger, um Theobromin abzubauen, deshalb kann sich die Konzentration bedrohlich anreichern. Außerdem haben sie kein Gespür dafür, dass die süße Leckerei sie in Gefahr bringt.

Ab welcher Menge ist Schokolade gefährlich?

Leider können schon kleinste Mengen riskant für sie sein. Viele Faktoren spielen eine Rolle: das Alter und Gewicht des Hundes, die Art und Menge der gefressenen Schokolade, sein allgemeiner Gesundheitszustand und die individuelle Empfindlichkeit.

Gefährlich wird es bei 150mg bis 300 mg Theobromin pro Kilo Körpergewicht. Eine Tafel Milchschokolade hat rund 140 mg und eine Tafel Bitterschokolade beinhaltet rund 1500 mg.

Ein 5 Kilo schwerer Hund kann also schon Vergiftungsanzeichen zeigen, wenn er zwei kleine Stückchen Bitterschokolade oder eine halbe Tafel Milchschokolade gefressen hat.

Welche Symptome können auftreten?

Die ersten Symptome treten meist nicht sofort nach dem Fressen auf, sondern erst nach 4-12 Stunden, manchmal sogar noch später. Der Hund kann schnelle atmen oder sogar hecheln bzw. keuchen. Manche sind sehr durstig, andere haben Durchfall oder erbrechen. Weitere Symptome sind Ruhelosigkeit, eine höhere Herzfrequenz und Körpertemperatur oder sogar Muskelzuckungen, Krämpfe und im schlimmsten Fall ein epileptischer Anfall oder sogar ein Kreislaufkollaps.

Der Hund hat Schokolade gefressen. Und nun?

Versuchen Sie herauszufinden, welche Schokolade es war, wann das Tier sie gefressen hat und wie viel. Wenn möglich, halten Sie bitte die Verpackung der Schokolade bereit.

Erste Hilfe-Maßnahme: Lassen Sie den Hund viel trinken und geben Sie ihm Aktivkohle. Dadurch kann nicht noch mehr Schokolade vom Körper aufgenommen werden. Dann bitte schnell zum Tierarzt (oder der zu Ihnen). Er bringt das Tier zum Erbrechen und kümmert sich um die Versorgung eventueller weiterer bereits eingetretener Folgen der Vergiftung.

Sollte Ihr Tier Schokolade gefressen haben, bin ich natürlich gerne für Sie da. Sie erreichen mich unter der 0162-746 24 04.

Die beste Vorsorge ist aber in jedem Fall: Aufpassen und konsequent bleiben!

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